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Gesetzliche Vorgaben bei der Gebäudesanierung

Auf Gebäude entfallen knapp 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland. Die Einsparung von Energie in diesem Bereich bietet daher ein enormes Potenzial, um die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten zu verringern und die Klimaschutzziele zu erreichen. Die energetischen Anforderungen an Gebäude werden in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Die EnEV gilt für fast alle Gebäude, die beheizt oder klimatisiert werden; ihre Vorgaben beziehen sich neben der Heizungs- und Klimatechnik vor allem auf den Wärmedämmstandard des Gebäudes. Die EnEV trägt somit auch wesentlich dazu bei, ein behagliches Wohn- und Arbeitsumfeld zu schaffen und die Heizkosten zu reduzieren

Die EnEV hat im Jahr 2002 die Wärmeschutzverordnung abgelöst, die erstmals 1977 im Zuge der Ölkrise erlassen wurde. Sie bezieht außerdem die frühere Heizungsanlagenverordnung mit ein. Dies kam der Forderung vieler Fachleute nach, das Gebäude energetisch als eine Einheit zu behandeln. Die derzeitige Fassung der EnEV ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Gegenüber der früheren Verordnung aus dem Jahr 2009 wurden insbesondere die Regelungen zum Energieausweis verändert; außerdem werden ab 2016 die energetischen Anforderungen an Neubauten etwas erhöht und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Vorgaben der derzeit gültigen Verordnung.
 

Austausch- und Nachrüstverpflichtungen

Die in §10 aufgeführten Regelungen gelten für alle Mehrfamilienhäuser unabhängig von einer Sanierung. Ein- und Zweifamilienhäuser sind davon ausgenommen, wenn der Eigentümer bereits seit Anfang 2002 selbst im Gebäude wohnt. Wurde das Gebäude allerdings in der Zwischenzeit verkauft, muss der neue Eigentümer die Pflichten innerhalb von zwei Jahren erfüllen. Außerdem gelten die Verpflichtungen nur, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

Folgende Bauteile des Hauses sind betroffen:

Zu den Austauschpflichten bei Mehrfamilienhäusern mit mehr als fünf Wohnungen zählte vorübergehend auch das Verbot von Nachtstromspeicherheizungen. Dieses mit der EnEV 2009 eingeführte Verbot wurde im Juli 2013 jedoch wieder außer Kraft gesetzt. Derartige Heizsysteme dürfen somit weiterhin unbegrenzt betrieben werden. Da Strom jedoch der mit Abstand teuerste Energieträger ist, lohnt es sich, bei einer geplanten Modernisierung des Gebäudes über Alternativen nachzudenken.
 

Sanierung von Außenbauteilen

Die EnEV regelt in §9 Mindeststandards, wenn Bauteile ohnehin verändert oder modernisiert werden sollen, beispielsweise wenn der Putz einer Fassade oder die Dachdeckung erneuert oder die Fenster ausgetauscht werden. Soll das Haus nur neu gestrichen werden oder ist eine Reparatur fällig (z.B. einzelne Dachziegel), greift die EnEV nicht. Doch häugigi st es troztdem sinnvoll Dämmung durchzuführen, z.B. bei Malerarbeiten an der Fassade, wenn ohnehin schon ein Gerüst aufgestellt wird. Bei der Erneuerung von Bestandsbauten gibt es zwei Möglichkeiten, die EnEV-Anforderungen zu erfüllen:


Ausnahmen

Die untere Bauaufsichtsbehörde (Bauordnungsamt) kann unter bestimmten Umständen Ausnahmen von der EnEV genehmigen:

  • Soweit bei Baudenkmälern oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der Anforderungen die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder andere Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand führen, kann von den Anforderungen dieser Verordnung abgewichen werden.
  • Soweit die Ziele dieser Verordnung durch andere als in der EnEV vorgesehene Maßnahmen im gleichen Umfang erreicht werden
  • Soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb einer angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.


Wollen Sie mehr wissen?

Dann wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner bei der Detmolder Energieberatung.